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Blut von meinem Blut
"Jonathan ist mein jüngerer Bruder, das Nesthäkchen der Familie. Vielleicht hatte er es deswegen so eilig flügge zu werden. Mit siebzehn schloss er die Schule ab, war nun fertig ausgebildeter Florist und half genau wie ich im Familiengeschäft aus. Dort hat es ihn aber nicht lange gehalten. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: John hat sich nicht mit uns verkracht, ist nach wie vor gern gesehener Gast im Hause Lineback.
Aber John hat sich dazu entschlossen, unter die avalonischen Anwerber zu gehen. Das bedeutet, dass er sehr viel unterwegs ist, Großbritanien, Frankreich, Deutschland, Dänemark und sogar Russland nach potenziellen Magiern durchkämmt. Und sie dann davon überzeugt zu uns zu kommen. Er bringt alles für diesen Job mit: schier unwiderstehlichen Charme, Fremdsprachenkenntnisse und eine Hartnäckigkeit, die ihresgleichen sucht. Na gut, mit Sturköpfen kennt man sich bei den Linebacks aus, den besitzen wir vermutlich alle irgendwo. Vermutlich wegen seines Jobs hat er es ganz gut verstehen können, dass ich die Außenwelt näher kennenlernen wollte. Und weil er selbst alle naselang in irgendwen verliebt ist (vorzugsweise in bereits vergebene Damen, wo er natürlich keine Chance hat und dann ist der Herzschmerz groß...) hat er auch meine Ehe mit Ethan befürwortet. Ein ganz normaler Mensch. Jetzt sind Ethan und ich geschieden, wir haben zwei zehnjährige Kinder und ausgerechnet John ist es nun, dem es am wichtigsten scheint mich zurück nach Avalon zu holen. Berufskrankheit vielleicht. Vielleicht will er aber auch endlich ein richtiger Onkel sein können, schließlich sollen Jack und Jill noch in diesem Jahr eingeschult werden. Theoretisch... wäre da nicht mein Zögern."
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